So hatte sich der ein oder andere Aktienanleger den Sommeranfang sicherlich nicht vorgestellt. Ohne nennenswerte Verschlechterung wichtiger Rahmendaten ging es mit dem Deutschen Aktienindex im Juli um 1,68% nach unten. Ein Grund sind die Autowerte (BMW, Daimler und Volkswagen), die bei einer Indexgewichtung von ca. 12,5% wegen (vermeintlicher) Kartellabsprachen zuletzt deutlich unter Druck standen. Unsere Fonds konnten sich der negativen Entwicklung jedoch durchweg entziehen und die positiven Jahresergebnisse im vergangenen Monat weiter ausbauen. 

Während deutsche Unternehmen in der begonnenen Berichtssaison durchwachsene Ertragskennziffern zeigen, entwickeln sich die fundamentalen Wirtschaftsdaten weiterhin stabil. So ist etwa der als Frühindikator viel beachtete ifo Geschäftsklimaindex Ende Juli auf den inzwischen dritten Rekordwert in Folge angestiegen. Die Unternehmen waren seit der Wiedervereinigung noch nie zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage, und auch der Ausblick für die kommenden Monate hat sich weiter verbessert. „Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf“, wie es vom ifo Institut heißt.

Dollar-Short und Absicherung machen sich bezahlt
Zumindest psychologisch etwas belastend wirkt allerdings der starke Euro, der sich negativ auf die Exportbedingungen auswirken könnte. So hat sich die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar seit Ende März um über 10% verteuert. Dank einer US-Dollar Short-Position konnte der WWAM Marathon Balance hiervon profitieren. Gleichzeitig hat die DAX-Absicherung Früchte getragen, so dass der vermögensverwaltende Fonds den Berichtszeitraum mit einem Zugewinn von 2,36% beendet hat. Seit Anfang des Jahres beläuft sich die Performance damit auf +13,28%. Dabei ist unser Ausblick weiterhin von Vorsicht geprägt, Aktien und Devisenpositionen bleiben weitestgehend gehedget.

Ausschüttung beim Wallrich Wolf Prämienstrategie
Positiv entwickelt hat sich auch die Wallrich Wolf Prämienstrategie. Unter Berücksichtigung der Ausschüttung von 1,80 Euro bei der P-Tranche (I-Tranche 2,50 Euro) konnte das Sondervermögen im Juli um 1% zulegen. Die Fondsausrichtung ist nach wie vor defensiv. Der Investitionsgrad des Optionsportfolios beträgt ca. 67% bei einem Strike-Level von ca. 94%. Um stärker tätig zu werden, warten wir auf höhere Volatilitäten, die sich bei einem weiteren Marktrückgang schnell einstellen können. Die defensive Ausrichtung des Portfolios spiegelt sich auch in der erwarteten Rendite des Fonds wider. So beträgt der aktuelle Renditepfad auf 12-Monatssicht 5,2%.

EZB erhält sich Handlungsspielräume
In Bezug auf den Rentenmarkt haben im Berichtsmonat zwei wichtige Sitzungen stattgefunden. Dabei hat die amerikanische Notenbank keine großen Ankündigungen gemacht und die Zinsen auf dem aktuellen Niveau belassen. Mario Draghi hat im Rahmen der EZB-Sitzung die zuvor gestiegenen Erwartungen an einen baldigen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik wieder gedämpft und sich damit den Handlungsspielraum für September erhalten. Wir gehen weiterhin von einem sukzessiven Ausstieg der Europäischen Zentralbank aus dem Anleihekaufprogramm im Verlauf von 2018 aus. Die Kapitalmärkte preisen aber aufgrund der positiven Konjunkturdaten in der Eurozone mittlerweile eine Straffung der Geldpolitik ein, was auch an der Stärke des Euros gegenüber vielen anderen wichtigen Währungen zu erkennen ist.

In diesem Umfeld hat sich der WWAM Marathon Renten im Juli um 0,54% verteuert. Neue Positionen wurden bei Anleihen der CMA CGM Group, der Nummer drei der globalen Containerschifffahrt, Intrum Justitia, Europas führendem Anbieter von Kreditmanagement-Dienstleistungen und der UPC, einem führenden europäischen Anbieter von Kabelfernsehen, Internet- und Telefondiensten, eingegangen. Insgesamt weist das Portfolio des WAM Marathon Renten derzeit einen Renditepfad von 3,81% bei einem durchschnittlichen Rating von BB auf.